Kiefergelenksbeschwerden erkennen
Kiefergelenksgeräusche ohne Schmerzen sind in vielen Fällen harmlos. Wenn jedoch Schmerzen oder eine eingeschränkte Beweglichkeit des Unterkiefers dazukommen, sollte die Ursache genauer untersucht werden.
Ein Knacken entsteht meist durch eine Lageveränderung des Diskus – einer kleinen Knorpelscheibe im Gelenkspalt. Gehen die Geräusche mit Schmerzen einher, kann eine sogenannte Okklusionsschiene helfen.
Ein Reiben im Kiefergelenk kann auf eine strukturelle Veränderung oder eine Schädigung des Diskus hinweisen. Häufigste Form ist die Osteoarthose. Auch hier hilft eine Schienentherapie den Heilungsverlauf zu beschleunigen.
Wenn Stress sich auf die Zähne auswirkt
Die Zähne berühren sich nachts und tagsüber nur beim Kauen oder Schlucken. Viele Menschen arbeiten jedoch mit den Zähnen auch in den Ruhephasen. Knirschen/Pressen am Tag hat mit Belastungssituationen und Stress zu tun, wohingegen für nächtliches Knirschen/Pressen zentral gesteuerte Gehirnvorgänge verantwortlich sind. Beide Formen lassen sich mit einer Okklusionsschiene behandeln, eine für Sie individuell passende Schiene.
Sollten zudem funktionale Beschwerden vorliegen, ist ein Registrieren notwendig, in dem die Gelenkposition und die Muskulatur von den Zähnen entkoppelt werden. Es handelt sich hierbei um eine etwas aufwendigere Vermessung der Kieferbewegungen, diese läuft jedoch völlig schmerzfrei ab. Zudem kann eine weitere Bildgebung des Kiefergelenks mittels Schnittbildtechnik (z.B. MRT) oder mittels Ultraschallaufnahmen die bisherige radiologische Diagnostik ergänzen.